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Step-by-Step: so erstellst du eine Facebook Anzeige

Erfahre in unserem Anfänger Guide, wie du eine Facebook Anzeige erstellen kannst, welche Einstellungen für den Anfang empfehlenswert sind und wozu das alles überhaupt gut ist.

Wofür brauche ich Facebook Anzeigen?

Eine Facebook Seite wird von Nutzern geliket, teilt Beiträge und kann Werbeanzeigen schalten. Wie man eine Facebook Seite erstellt, kannst du hier erfahren.

Eine Facebook Seite für dein Unternehmen ist schon der erste Schritt zu mehr Sichtbarkeit und digitalem Erfolg, reicht aber in den meisten Fällen nicht aus, eine große Anzahl Nutzer auf dich aufmerksam zu machen. Schuld dafür ist die enorme Menge an Informationen, die Tag für Tag das soziale Netzwerk überflutet und der Facebook Algorithmus.

Um Nutzer wirklich zu erreichen brauchst du Werbeanzeigen, die gezielt in den Feed bestimmter Nutzer eingespielt werden. Wie du eine Zielgruppe findest und auf Facebook besser kennenlernen kannst, erfährst du in diesem Artikel. Heute gehen wir einen Schritt weiter und zeigen dir Step by Step, wie du eine Werbeanzeige erstellen kannst.

 

 

Mehr zur Struktur von Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige findest du hier heraus.

 

Schritt für Schritt eine Facebook Anzeige erstellen

Wir fangen ganz von vorne an: gehe auf Facebook Business, um eine neue Kampagne zu erstellen. Klicke auf “Erstelle eine Werbeanzeige”. Lass dich nicht verwirren, eigentlich erstellst du so nämlich eine neue Kampagne (und innerhalb dieser neuen Kampagne eine oder mehrere neue Anzeigen).

Eine Kampagne ist übrigens einer oder mehrerer Anzeigen übergeordnet, so kannst du für verschiedene Kampagnen passende Gruppen von Anzeigen schalten.

 

 

Alternativ kannst du auch über den Business Manager auf deine Kampagnen und Werbeanzeigen zugreifen. Im Screenshot unten bekommst du einen Überblick:

 

 

Die (1) zeigt an, wie viele Nutzer deine Unternehmensseite bearbeiten können. Unter (2) sind deine Werbekonten aufgeführt, also quasi die Werbekonten, die mit deinen Seiten verknüpft sind. Bei (3) sind genau diese Seiten aufgelistet.

Du kannst entweder unter (3) die Seite wechseln, oder so:

 

 

Wähle im Drop-down Menü die Seite, die du bearbeiten willst bzw. für die du eine Anzeige erstellen möchtest.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Anzeige zu erstellen. Entweder nutzt du den Werbeanzeigenmanager oder den Power Editor. Unser Step-by-Step Guide führt dich durch den Werbeanzeigenmanager, der für den Anfang vollkommen ausreichend ist.

 

Öffne dafür das Menü links oben (1) und klicke bei “Erstellung und Verwaltung” auf den Werbeanzeigenmanager (2).

 

 

Du bekommst einen Überblick über dein Konto, deine Kampagnen, Anzeigengruppen und Werbeanzeigen.

Wir starten mit der Kampagnenübersicht. Hier kannst du sehen, wie die einzelnen Kampagnen heißen (1) – und dass es wichtig ist, ihnen aussagekräftige Namen zu geben.

Schließlich solltest du sie später noch auseinander halten können und wissen, was das Ziel welcher Kampagne ist. Auslieferung (2) zeigt an, ob deine Kampagne aktiv ist, also die Anzeigen ausgespielt werden, oder ob sie inaktiv ist.

Ergebnisse (3) fasst zusammen, wie sehr die Kampagne ihren Zweck erfüllt und zum Beispiel Likes generiert. Was hier steht und von dir als Erfolg angesehen wird, ist natürlich stark von deinen Zielen und deiner Ausgangssituation abhängig.

Reichweite (4) beschreibt, wie viele User mit deiner Kampagne in Kontakt gekommen sind. Kosten pro Ergebnis (5) zeigt dir etwa den Cost-per-Click an, damit du einfacher erkennen kannst, ob deine Kampagne noch optimiert werden sollte.

Diese ganzen Werte sind zeitbezogen, deshalb kannst du oben (6) den Zeitraum anpassen, Filter anwenden oder gezielt suchen.

 

 

Die Kontoübersicht gibt dir einen allgemeineren Überblick. Hier findest du Diagramme zu Handlungen durch Personen (1), Webseiten-Leads (2), Reichweite (3) und zum ausgegebenen Betrag (4).

(1) bis (3) bezieht sich also eher auf Ziele, die du angeben kannst – Interaktionen, Leads, Reichweite bzw. Bekanntheit etc.

 

Wir haben im letzten Artikel bereits ausführlich über Zielgruppen gesprochen. Anzeigengruppen sind Fragmente deiner anvisierten Zielgruppe. Mit ihrer Hilfe kannst du deine Zielgruppe verfeinern und jedes Teilfragment gezielt ansprechen.

Ganz einfaches Beispiel: deine Zielgruppe sind deutsche Nutzerinnen und Nutzer. Mit verschiedenen Anzeigengruppen kannst du in junge und alte, weibliche und männliche Nutzer einteilen. Wie genau das geht zeigen wir gleich.

In der Übersicht siehst du wieder den Namen der Anzeigengruppe (1), den Status (2), die Ergebnisse (3), Reichweite (4) und Kosten pro Ergebnis (5). Die jeweiligen Daten beziehen sich nun auf die spezifische Anzeigengruppe und können zum Beispiel zeigen, dass es für dich weitaus günstiger und erfolgsversprechender ist, dich auf die Anzeigengruppe der über 50jährigen zu konzentrieren.

 

 

Der letzte Punkt beinhaltet die gleichen Kennzahlen, bezieht sich jedoch auf die einzelne Werbeanzeige. Wie ich am Anfang schon beschrieben habe, kann eine Kampagne aus vielen verschiedenen Anzeigen bestehen, die zwar unterschiedlich aussehen, aber das gleiche Ziel verfolgen.

Wir wollen eine neue Kampagne erstellen, deshalb kehren wir zurück zu “Kampagnen” (alternativ kannst du auch direkt rechts oben auf die verlockend grüne CTA “Werbeanzeige erstellen” klicken – das Interface zu dem du gelangst ist das gleiche.

 

Mit einem Klick auf “Kampagne erstellen” sind wir schon auf dem besten Weg:

 

 

Im ersten Schritt musst du angeben, was dein Marketingziel ist – also warum du die Anzeigengruppe überhaupt schalten willst. Das just in diesem Moment zu entscheiden ist nicht die beste Idee, das Ziel sollte sinnvollerweise deiner Gesamtstrategie folgen und nicht isoliert dastehen.

Für den Anfang bieten sich als Ziele vor allem Bekanntheit (1) und Erwägung (2) an, weil sie der beste Weg sind, auf dich und dein Unternehmen aufmerksam zu machen. Man kann diese drei Kategorien auch auf den Conversion Funnel übertragen, da sie vom ersten Kontakt (1) über ein Interessenswecken (2) bis hin zur eigentlichen Conversion (3) reichen.

 

 

Wir entscheiden uns in diesem Beispiel für Interaktionen und versuchen gleichzeitig eine übersichtliche Namensgebung einzuführen (1). Das spezifische Ziel legen wir als Likes für unsere Seite fest (2).

Bevor wir den ersten Schritt abschließen, um uns um die Details zu kümmern (3), könnten wir noch ein Ausgabenlimit festlegen (4). Da wir aber in einem späteren Schritt das Budget festlegen können, sehen wir davon erstmal ab. Weiter gehts!

 

 

Auf der linken Seite (1) siehst du übrigens immer, bei welchem Schritt du dich befindest.

Nachdem wir das Ziel der Kampagne festgelegt haben, gilt es die Anzeigengruppe zu definieren (3).

Vorher können wir nochmal sicherstellen, dass wir die richtige Seite gewählt haben (2).

Auf der rechten Seite (4) ist eine Art Barometer zu sehen, das dir hilft, die optimale Größe deiner Zielgruppe festzulegen. Gleichzeitig siehst du dort, wie viele Nutzer du potenziell erreichen kannst.

 

 

Bei Custom Audiences (1) kannst du bereits von dir gespeicherte Zielgruppen übernehmen oder eine neue erstellen – wir haben uns für letzteres entschieden. An dieser Stelle könntest du auch Lookalike Audiences erstellen.

Um eine Zielgruppe festzulegen geht es zuerst darum, die User mit Hilfe ihrer demografischen Daten aus- oder einzuschließen

 

Der erste Punkt dieser demografischen Grunddaten umfasst Wohnort, Alter, Geschlecht und Sprachen. Der Wohnort ist vor allem dann entscheidend, wenn du ortsgebunden arbeitest und zum Beispiel ein Restaurant betreibst.

Für einen Onlineshop, der in ganz Deutschland Produkte vertreibt, ist die Angabe einer Stadt in den meisten Fällen zum Beispiel eher unwichtig – Deutschland wäre in diesem Fall aber eine gute Begrenzung.

Wenn du hier Einstellungen vornimmst, verändert sich das Barometer rechts und zeigt an, ob Facebook deine Anzeigengruppe für zu groß oder zu klein hält.

Aber wir sind noch nicht fertig mit der Zielgruppe, es fehlt noch ein detailliertes Targeting:

 

 

Du kannst hier entweder Personen einschließen (1) oder ausschließen (2). Dabei kannst du die verschiedensten Informationen als Kriterien ansetzen: Interessen, Beziehungsstatus, Lebensereignisse etc. Du kannst einzelne Kriterien auch einander koppeln (“Es muss auch mindestens eines der folgenden Merkmale zutreffen”).

Praktisch sind auch die Vorschläge, die Facebook dir liefert.

 

 

In unserem Beispiel wollen wir, dass Nutzer zwischen 20 und 30, die in Berlin wohnen, auf der Suche nach einem Job sind und sich für die Themengebiete Softwareentwicklung, Design und Gründerszene interessieren unsere Seite liken.

Mit unseren Kriterien haben wir eine Zielgruppe definiert, deren Größe von Facebook als passend eingeschätzt wird. Das kann mitunter ein wenig dauern, je genauer das Bild von der Zielgruppe ist, desto schneller klappt es.

 

 

Zusätzlich kannst du Nutzer auswählen, die mit deiner Seite in Verbindung stehen. Das können zum Beispiel Personen sein, die deine Seite liken oder deren Freunde deine Seite liken.

 

Nachdem die Grenzen der Zielgruppe abgesteckt sind, geht es darum, wo genau deine Anzeige erscheinen soll – hier kannst du die Verantwortung abgeben und automatische Platzierungen aktivieren (1), oder du nimmst das Zepter selbst in die Hand (2).

 

 

Entscheidest du dich, die Platzierungen zu bearbeiten, kannst du zum Beispiel einstellen, dass deine Anzeige nur auf iOS ausgespielt wird. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn du eine App entwickelt hast, die es nur im App Store gibt und somit für Android Nutzer auch keine Relevanz besitzt.

In unserem Beispiel ist diese Unterteilung nicht nötig, deshalb haben wir uns für automatische Platzierungen entschieden.

Zusätzlich kannst du hier einstellen, ob deine Anzeige auch auf Instagram ausgespielt wird. Generell solltest du beachten, dass die meisten Nutzer, die sich durch Facebook scrollen, mit mobilen Endgeräten zugreifen – deine Werbung auf Smartphones zu schalten ist deshalb in den meisten Fällen wichtiger, als sie im Browser zu platzieren. Je nach Zielgruppe gibt es diesbezüglich Ausnahmen.

 

 

Nachdem du eingestellt hast, wo deine Anzeige ausgespielt werden soll, geht es um Budget und Zeitplan.

 

 

Dein Budget (1) kannst du entweder pro Tag (Tagesbudget) oder für deine gesamte Kampagne festlegen (Laufzeitbudget). Außerdem kannst du festlegen, ob deine Kampagne ab sofort geschaltet werden soll, oder ein bestimmtes Start- und Enddatum hat.

Letzteres macht zum Beispiel Sinn, wenn du den Nutzern zeitlich begrenzte Angebote schmackhaft machen möchtest (etwa: “Nutze unseren 48h Super Sale”).

Außerdem kannst du einstellen, ob dein Gebot automatisch berechnet wird, oder manuell von dir festgelegt wird, wofür genau du bezahlst und ob deine Anzeigen nach einem bestimmten Zeitplan geschaltet werden sollen (3).

Wenn dir die Unterschiede zwischen Impressionen, Klicks und Reichweite nicht klar sind, empfehle ich dir, einen Blick auf unser Cheatsheet zu werfen.

 

 

Nachdem wir alle Grundeinstellungen vorgenommen haben, geht es um die konkrete Werbeanzeige.

 

 

Hier kannst du in 3 Schritten deine Anzeige erstellen: es gilt durch Format, Medien und Text Werbeanzeigen zu erstellen, die deine Zielgruppe begeistern.

Bei Format (1) kannst du zwischen dem Klassiker (einzelnes Bild), einer Slideshow und einem Video auswählen. Jedes Format birgt spezifische Vor- und Nachteile.

Bei Videos solltest du zum Beispiel bedenken, dass es für Nutzer mehr als unangenehm ist, wenn sie ihr Datenvolumen dank deiner Werbung im Handumdrehen verbraucht haben. Du könntest hier zum Beispiel einstellen, dass deine Videoanzeige nur gespielt wird, wenn sich der Nutzer im WLAN befindet.

Die Kategorie Bilder (2) bzw. Video ist selbsterklärend. Die empfohlenen Bildspezifikationen helfen dir, die richtige Größe zu wählen. Du kannst nicht nur eine Werbeanzeige erstellen, sondern mehrere. Wenn du die gleichen Texte verwendest, kannst du direkte Rückschlüsse auf das Bild ziehen und umgekehrt (vgl. A/B-Testing).

 

 

Bei (3) kannst du den Text festlegen, rechts davon (4) siehst du in der Vorschau sofort, ob Bild und Text zusammen funktionieren.

 

 

Du kannst dich in der Vorschau durch die verschiedenen von dir ausgewählten Umgebungen klicken – siehst also die Vorschau auf mobile, in der Spalte rechts etc.

 

 

Dazu kommen noch ein paar Feineinstellungen wie die optionale Überschrift für die rechte Spalte (1), Zielansicht (2), Pixel- und Offline-Tracking (3 und 4).

Der Facebook Pixel hilft dir, die Aktionen des Nutzers genau weiterzuverfolgen. Wir empfehlen dir, diese Möglichkeit unbedingt wahrzunehmen.

Wenn du mit deiner Werbeanzeige zufrieden bist, kannst du deine Bestellung entweder direkt aufgeben, oder zur Sicherheit alles final überprüfen.

 

 

Entscheidest du dich, deine Anzeige nochmal zu überprüfen, siehst du alle Einstellungen zusammengefasst und übersichtlich.

 

 

Wenn alles stimmt, kannst du die Bestellung mit einem Klick auf den grünen Button aufgeben.

Hurra! Viel Erfolg mit deiner Anzeige!

 

Fazit

Das war der 4. Teil unseres Facebook Guides für Anfänger.

Im 1. Teil unseres Guides konntest du erfahren, ob sich Facebook Marketing für dein Unternehmen lohnt.

Wie du Schritt für Schritt eine Facebook Seite für dein Unternehmen erstellst und worauf es dabei ankommt, kannst du im 2. Teil erfahren.

Im 3. Teil dreht sich alles um die Zielgruppe. Wir haben dir gezeigt, wie du mit Audience Insights deine Zielgruppe besser kennenlernen und ansprechen kannst.

Dieser Artikel ist eine Schritt-für-Schritt Anleitung für deine erste Werbeanzeige. Dabei ist es besonders wichtig, das Ziel klar definiert und vor Augen zu haben. Auch die im 3. Teil besprochene Zielgruppe spielt eine große Rolle für den Erfolg deiner Anzeige.

Final kommt es vor allem darauf an, dass dein Unternehmen bzw. Produkt, deine Zielgruppe und deine spezifische Anzeige gut zueinander passen – bezogen auf Optik, Tonalität und Ort in der Customer Journey.

Im nächsten Artikel geht es um Facebook Kampagnen. Wir erklären, was eine gute Kampagne ausmacht und wie du mit ihrer Hilfe richtig auf Facebook durchstarten kannst.

 

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