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In 4 Schritten Suchmaschinen besser verstehen – Teil 4: Die besten Tools für SEO und SEA

Im vierten und letzten Teil unserer Serie über Suchmaschinen verraten wir dir unsere Lieblingstools, die wir nicht mehr missen wollen. Du hast etwas verpasst?

Darum ging es in den anderen Teilen:

 

Teil 1: Geschichte und Bedeutung verschiedener Suchmaschinen

Teil 2: Einführung in die Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Teil 3: Einführung in die Suchmaschinenwerbung (SEA)

 

Fantastic Tools and Where to Find Them

Es gibt viele Tools, die für sich in Anspruch nehmen, genau das zu sein, was du suchst. Aber Hand auf’s Herz: manche sind unverzichtbar, andere verstauben ungenutzt auf deiner Festplatte. Wir haben hier eine kleine aber feine Liste an Tools vorbereitet, die für uns wirklich einen Mehrwert bieten und aus unserer Arbeit kaum wegzudenken sind. Eine ausführliche Einführung in die einzelnen Tools findest du hier noch nicht – erstmal wollen wir dir einen Überblick bieten. Sebastian, unser Head of Online Marketing, bezieht in kurzen Statements Stellung zu den Tools – schließlich ist er derjenige, der sie auf Herz und Niere geprüft hat.

 

In Teil 2 unserer Reihe ging es um Suchmaschinenoptimierung (SEO). Dementsprechend setzen wir auch heute an dieser Stelle ein. SEO-Tools sollen dir helfen deine Sichtbarkeit und dein Ranking zu verbessern und können dir einen guten Überblick über dein Standing und über deine Konkurrenz liefern.

 

Moz

Moz gibt es bereits seit 2004 und wurde von Rand Fishkin und Gillian Muessig gegründet. Anfangs trug das Tool “SEO” sogar noch im Namen – damals als SEOmoz. 2013 wurde der Name verkürzt und dadurch die Zielgruppe erweitert. Erst im August 2016 hat Moz bekannt gegeben, sich wieder hauptsächlich auf SEO zu konzentrieren. Nach einer Selbstfindungsphase geht es also wieder back to the roots. Mit der Software hängt eine Community-Site zusammen, YOUmoz. Hier können Mitglieder Blog-Artikel verfassen und ihr Wissen mit anderen teilen.

Moz bietet ein “All-in-one Toolset” für SEO namens Moz Pro und Moz local an. Moz local arbeitet vor allem standortbezogen und versucht, lokale Lösungen zu entwickeln. Moz Pro bietet ein breites Spektrum an SEO-Features. Dazu gehören:

  • Rankings: sie geben dir einen Überblick über den Status Quo (z.B. mit Search Visibility Score oder Mobile Rankings, die ).
  • Keyword Research: hilft dir, perfekte Keywords zu finden (u.a. mit intuitiven Vorschlägen, Volumen Schätzung, SERP Analyse)
  • Link-Optimierung: z.B. Linkprofil Analyse, Link Opportunities oder Spam Analyse
  • Site Crawl: sorgt dafür, dass deine Website von Suchmaschinen indexiert wird (inkl. Crawl Alerts, die auf mögliche Probleme hinweisen)
  • Überarbeitung deiner Website mit Page Optimization (z.B. mit Hilfe einer Checklist oder mit Page Optimization Reports)
  • Reporting: hilft dir generell beim Überwachen und Analysieren deiner Website.

 

 

Moz gefällt nicht nur uns, sondern wurde auch bei netzsieger.de Testsieger der SEO-Tools.

 

Bei Moz überzeugt mich nicht nur die Software an sich, sondern auch das Marketing – selten habe ich eine Software-Firma gesehen, die besseres Inbound Marketing macht. Dadurch bin ich zum Fan geworden. Das Tool selbst ist super hilfreich und meiner Meinung nach ein Muss für SEO.

 

Buzzsumo

Buzzsumo stellt Insights über den populärsten Online-Content und die Influencer, die ihn teilen, bereit. Der Fokus bei Buzzsumo liegt also eindeutig auf Content. Gleichzeitig ist Buzzsumo gut geeignet, Social Media im Blick zu behalten. Grundlage sind drei Themengebiete:

  • Content Research
  • Influencers
  • Monitoring

Das heißt zum Beispiel: Mit Buzzsumo lässt sich dein Content hinsichtlich bestimmter Keywords optimieren, die gerade in sozialen Medien für Aufruhr sorgen. Konkret suchst du nach einem bestimmten Begriff, den du sinnvollerweise in der Überschrift deines Blog-Artikels haben möchtest – im Idealfall hast du schon eine Liste an möglichen Keywords vorbereitet, die du miteinander vergleichen kannst. Buzzsumo zeigt dir dann eine Liste an Inhalten, die in der Standardeinstellung nach maximalen “shares” sortiert ist. Die Suche kann man auch in der kostenlosen Version spezifizieren, indem man die zu den Keywords gefundenen Inhalte nach Sprache (im Beispiel “german” für Deutsch), Zeit, Land und Art des Contents (Artikel, Interview, Video etc.) sortiert.

 

 

So hilft Buzzsumo zum Beispiel, Überschriften zu finden, die für Leser attraktiv und “teilenswert” sind.

Außerdem bietet das Tool eine Übersicht über Content, der gerade trendet. Der lässt sich auch nach verschiedenen Kategorien wie “News”, “Video” oder “Marketing” sortieren.

Andere nützliche Features sind die Analyse von Backlinks, der Export von Daten, das Finden und Verstehen von Influencern, Konkurrenzanalyse und das Erstellen von Content Alerts. Letztere lassen dich keinen Artikel verpassen, der z.B. deine Keywords verwendet.

 

Buzzsumo ist meine erste Wahl, wenn es um Content geht. Es erlaubt einem, die Reichweite von Artikeln zu bestimmten Themen gut einzuschätzen. Außerdem eignet es sich gut für eine Konkurrenzanalyse.

 

Ahrefs

Ahrefs ist ein SEO-Tool, mit dem sich Erwähnungen deiner Marke, Keywords und Backlinks tracken lassen. Gleichzeitig erlaubt es Ahrefs, deine Konkurrenz zu analysieren. Folgende Features sprechen für sich:

  • Site Explorer: zeigt dir ein detailliertes Backlink-Profil von Websites deiner Wahl.
  • Positions Explorer: erlaubt es dir z.B., die Keywords zu untersuchen, auf die deine Konkurrenz rankt.
  • Content Explorer: hilft dir, den Content zu entdecken, der online am besten funktioniert – also z.B. am häufigsten geteilt wird.
  • Position Tracker: überwache das Ranking deiner Keywords in verschiedenen Ländern, Sprachen oder auf verschiedenen Endgeräten.
  • Crawl Report: analysiert deine Website und deckt mögliche Probleme auf, die beim Crawlen entstehen könnten.
  • Ahrefs Alerts: damit verpasst du weder neue Backlinks zu deiner Website noch eine Erwähnung von deiner Website oder vorher festgelegten Keywords.

Ahrefs Steckenpferd ist also die Backlink-Analyse, mit der sich etwa auch tote Links schnell auffinden und beseitigen lassen.

 

 

Eine ausführliche und gut nachvollziehbare Step-by-Step-Tour durch Ahrefs gibt es hier.

 

Für eine gute Backlinkanalyse der Konkurrenz setze ich auf Ahrefs. Das Tool gibt einem diesbezüglich wirklich alle Insights, die man braucht – die Reports sind sehr detailliert und genau.

 

SEMRush

SEMRush ist ebenfalls ein SEO-Tool. Es eignet sich besonders dafür, sich mit der Konkurrenz zu vergleichen. Im Gegensatz zu Buzzsumo oder Ahrefs bietet es sich außerdem weniger zur On- und Off-Page-Optimierung deiner Website an, sondern vielmehr dafür, deine Marketingaktivität in Suchmaschinen zu verbessern. Konkret bietet SEMRush folgende Features:

  • Analytics Berichte inkl. Organische Recherche, Ads Recherche, Display-Werbung, Weblinks, Video-Ads-Recherche und Keyword Recherche
  • Werkzeuge, z.B. Keyword-Schwierigkeit, direkte Vergleiche von Domains (auch hinsichtlich Keywords), Charts (etwa zur Sichtbarkeit), Berichterstellung zum Festhalten und Monitoring der Daten
  • Projekte: Position Tracking, Überprüfen und Optimieren der Website, Social Media Tools zur Verfolgung deiner Social Media Kampagnen

 

 

SEMRush nutze ich immer für die ungefähre Einschätzung des Search Traffic. Der unschlagbare Knaller des Tools ist aber die Analyse der SERP und die Google-AdWords-Analyse der Konkurrenz.

 

Similar Web

Similar Web wurde 2009 gegründet, hat seinen Hauptsitz in London und ähnelt in Bezug auf seine Funktionen Google Analytics. Die Hauptfunktion ist Wettbewerbs-Analyse. Konkret kann man einfach eine beliebige Domain in das Suchfeld eingeben und wird sofort mit spezifischen Kennzahlen dazu konfrontiert. Dazu zählen:

  • Monatliche Besucherzahlen (in deren zeitlicher Entwicklung)
  • Aufteilung des Traffic auf Kanäle (Mail, Search, Direct,…)
  • Geografische Verteilung der Besucher
  • Verlinkungen zu Sozialen Medien

 

 

Eine weitergehende Besprechung der Funktionen von SimilarWeb findet ihr z.B. hier. Grundlage der Daten sind Plattform eigene Big-Data-Technologien, die als Statistiken aufbereitet werden. Es eignet sich vor allem, um Best-Practice-Beispiele zu identifizieren und zu sehen, wie es der Konkurrenz ergeht. Wir haben mit dem Tool positive Erfahrungen gemacht, es gibt aber durchaus kritische Stimmen, die die Validität der von Similar Web erhobenen Daten anzweifeln und dessen Methoden als “dubios” bezeichnen.

 

SimilarWeb gehört für mich einfach zu jeder gesunden Wettbewerbsanalyse.

 

Google AdWords

Bei Suchmaschinenwerbung (SEA) führt kein Weg um Google AdWords herum. Das Tool schafft in erster Linie Sichtbarkeit und sorgt bestenfalls für mehr Traffic und Sales. Grundprinzip: du schaltest bei Google Werbeanzeigen. Google AdWords gibt es bereits seit 2000. In Internetjahren ist es also wirklich ein Urgestein.

Mit AdWords Express kann man Google mehr Verantwortung übertragen: die Onlineanzeigen werden in diesem Fall automatisch verwaltet – man spart also Zeit und kann, gerade als Einsteiger, AdWords nach und nach besser kennenlernen. Google AdWords bietet allerdings eine sehr gute Betreuung, nicht nur telefonisch, sondern auch in Form eines Forums, in dem von Neuerungen über Tipps bis zu Step-by-Step-Anleitungen viele Möglichkeiten bestehen, sich zu informieren.

 

 

Bei AdWords wird kein monatlicher Standardbetrag fällig, sondern es wird mit einem Pay-per-Click-System abgerechnet. Ein großer Vorteil davon ist, dass du tatsächlich nur dann zur Kasse gebeten wirst, wenn jemand auf deine Anzeige klickt.

Deine Aufgabe: die Anzeige so zu positionieren und präsentieren, dass nur Leute darauf klicken, die sich wirklich für dein Produkt interessieren.

 

Es führt ganz einfach kein Weg um AdWords herum. Insgesamt ist es für SEA einfach unschlagbar – deshalb lohnt es sich, AdWords im Detail zu beherrschen. Toll ist auch, dass Google das Tool ständig weiterentwickelt.

 

Mit wieviel Kosten für SEM muss ich rechnen?

Bei der Frage nach dem Budget, das man dem Suchmaschinenmarketing zugestehen sollte, scheiden sich die Geister. Es macht wenig Sinn, auf gut Glück ein Budget festzulegen. Stattdessen sollte durch betriebswissenschaftliche Berechnungen ermittelt werden, bis zu welcher Summe die Investitionen in SEA sich lohnen, also rentabel sind. Wie in jeder anderen Branche ist es unerlässlich seinem Ist-Wert einen Soll-Wert gegenüberzustellen, an dem man seine Erfolge messen und seine Strategie ausrichten kann.

Vielleicht war es bis vor ein paar Jahren noch möglich für wenig Zeit und Geld tolles Suchmaschinenmarketing zu betreiben. Heute kommt deiner Online-Präsenz allerdings so viel Gewicht zu (zumindest in den meisten Fällen), dass du dich hier nicht scheuen solltest zu investieren. Die Konkurrenz schläft nicht und es lohnt sich über kurz oder lang!

Das richtige Tool hilft dir, Zeit zu sparen und kann weitaus umfassender und exakter nachforschen als du (no offense!). Damit lässt es dir Platz, dich auf andere Sachen zu konzentrieren.

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