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Google AdWords Anleitung für Anfänger: Schritt für Schritt zur 1. Kampagne

Lerne im Teil 3, wie du deine erste Kampagne live schaltest.

Wir sind beim dritten Teil unserer Serie zum Thema Google AdWords angekommen.

In Teil 1 haben wir die Vorteile von Suchmaschinenwerbung (SEA) und AdWords dargelegt und dir acht gute Gründe für deine eigene AdWords Kampagne genannt.

In Teil 2 lag der Fokus auf Keywords: was für Keywords es gibt und wie man sie findet. Bevor wir im vierten und letzten Teil AdWords-Strategien besprechen und dir Tipps für deine Kampagnen geben, haben wir in Teil 3 einen Step-by-Step Guide vorbereitet.

Wir führen dich anhand einer fiktiven Kampagne durch deine erste AdWords-Anzeige.

Los geht’s!

Gehe zu AdWords und logge dich ein. Falls du noch nie hier warst: erstelle einen Account.

Folge uns, wenn wir dich an die Hand nehmen und zusammen die Weiten von AdWords erkunden.

Spezifische vs. allgemeine Keywords

Hast du deinen Account eingerichtet, wähle oben den Punkt “Kampagnen aus”. Im Bild unten laufen bereits ein paar Kampagnen, lass dich davon nicht irritieren.

Eine neue Kampagne erstellst du, indem du mit einem Klick auf “+ Kampagne”.

Einteilung der Suchanfragen nach Intention

Für den Anfang raten wir deine Kampagne auf “Nur Suchnetzwerk” zu beschränken. Hier wird deine Anfrage bei relevanten Google-Suchanfragen geschaltet und es besteht außerdem die Möglichkeit, auf Seiten von “Suchnetzwerk-Partnern” zu werben.

Nur 4 Schritte trennen dich von deiner 1. Kampagne

Von hier geht es in vier Schritten zur PPC-Anzeige:

  1. Kampagneneinstellungen auswählen
  2. Anzeigengruppen erstellen
  3. Anzeigen erstellen
  4. Anzeigengruppen überprüfen

In der fiktiven Kampagne, die wir aufsetzen, bieten wir exklusive Luxus-Zahnbürsten in Berlin an – because why not.

Im ersten Schritt legst du die Kampagneneinstellungen fest. Das ist die Basis, auf der du aufbaust.

 

  1. Dabei geht es mit dem Kampagnennamen los. Am besten ist es, von Anfang an ein übersichtliches System anzulegen, damit du immer den Überblick behalten kannst.
  2. Bei “Typ” raten wir zu Beginn wie gesagt zu “Nur Suchnetzwerk” und zur Funktion “Standard”. Mehr Informationen zu den verschiedenen Kampagnentypen findest du hier.
  3. Du kannst von Googles Werbenetzwerk profitieren, ob es sich in deinem speziellen Fall rentiert, solltest du ausprobieren. Versuche es ruhig einmal, lasse die Zahlen aber nicht aus dem Blick.
  4. Außerdem kannst du genau festlegen, in welchen Orten oder Regionen deine Anzeige geschaltet werden soll. Das macht natürlich vor allem Sinn für Unternehmen mit regionalem Bezug – zum Beispiel Restaurants, Friseure oder Taxiunternehmen. Für Onlineshops würde eine solche Einteilung hingegen wenig Sinn machen. Auch hier kommt es also auf deine Ausgangssituation an.
  5. Klicke auf “erweiterte Einstellungen”, um den Bereich genau zu begrenzen.

In unserem Beispiel der Luxus Zahnbürsten haben wir uns für den kaufkräftigen Westen Berlins entschieden und einen 7 km Radius um Charlottenburg-Wilmersdorf gezogen. Du kannst aber auch einfach Postleitzahlen oder Städte angeben.

Hast du deine Anzeige regional eingegrenzt, füge den Bereich hinzu und klicke auf “fertig”.

Wie finde ich Keywords?

Der nächste wichtige Einstellungspunkt ist die Spracheinstellung. Dabei geht es nicht nur um die Sprache der Suchanfrage, sondern auch um die Browsereinstellung.
Unsere Zahnbürsten werden zwar in Deutschland vertrieben, trotzdem ist Berlin eine internationale Stadt. Viele Deutsche nutzen ihren Browser außerdem auf Englisch, deshalb haben wir beide Sprachen auszuwählen.
Beachte aber, dass AdWords deine Anzeigen oder Keywords nicht automatisch übersetzt!

Nachdem die Basics geklärt sind, legst du in den nächsten Punkten deinen finanziellen Rahmen fest.

  1. Unter “Gebotsstrategie” kannst du auswählen, wie Gebote für deine Anzeigen festgelegt werden sollen. Wenn du gerade erst mit AdWords startest macht es am meisten Sinn bei der Einstellung “Manueller CPC” (CPC = Cost-per-Click) zu bleiben. Für die anderen Optionen müssten bereits Daten vorhanden sein, die als Berechnungsgrundlage dienen. Du hast die Möglichkeit, auto-optimierte CPC aktivieren, um so automatisch die meisten Conversions zu erzielen. Diese Option kannst du ausprobieren, solltest dabei die Zahlen aber im Auge behalten.
  1. “Standardgebot” ist dein maximaler CPC. Grundlage für diesen Wert sollte deine Keyword-Recherche und die Margenkalkulation für dein Produkt sein. Besonders einfach funktioniert das übrigens mit dem kostenlosen Keyword Planer, der dir Preise für deine favorisierten Keywords vorschlägt.
  2. Das “Budget” pro Tag ist vermutlich selbsterklärend. In deinem Marketing-Budget solltest du auch deine AdWords-Ausgaben festlegen und tageweise berechnen – so verlierst du den Überblick über deine Finanzen nicht.

In der Option “Anzeigenverwaltungen” kannst du deine Anzeige um zusätzliche Funktionen erweitern. Für eine erste Anzeige brauchst du dir darüber aber noch keine Gedanken machen.

Der Anfang ist gemacht. Im zweiten Schritt geht es nun darum, deine Anzeigengruppen festzulegen.

  1. Dafür musst bzw. kannst du erst die Zielseite festlegen und dich von den Vorschlägen Googles für Anzeigengruppen inspirieren lassen.
  1. Gib deiner Anzeigengruppe aussagekräftige Namen, um den Überblick zu behalten. Wir haben die erste Anzeigengruppe und ihre Keywords relativ breit gefasst, im Laufe der Zeit kannst du deine Anzeigengruppen immer weiter ausdifferenzieren.
  2. Wie du im Beispiel siehst, haben wir hier unser Standardgebot von 2€ pro Klick übernommen.
  3. Die Keywords legen fest, bei welchen Suchanfragen deine Anzeige geschaltet werden soll, deshalb sollte sie natürlich zu deinem Angebot passen. Im Schaubild unten haben wir die unterschiedlichen Match-Typen der Keywords verdeutlicht. Am häufigsten wird deine Anzeige beim Broad-Match-System angezeigt, bei Exact-Match nur, wenn nach genau diesen Begriffen gesucht wird.

In unserem Beispiel haben wir uns für “Modified Broad Match” entschieden. Hier werden Schreibfehler und Singular/ Plural mit eingerechnet, Synonyme werden aber zum Beispiel nicht berücksichtigt. Unsere Anzeige würde also auch bei den Suchbegriffen “luxus zahnbürsten kaufen” oder “luxus zhanbürsten kaufen” geschaltet werden.

Du kannst mit positiven und mit negativen Keywords arbeiten. Nachdem du ein paar Daten gesammelt hast, lohnt es sich wahrscheinlich, deine Keywords zu überarbeiten und auch negative Keywords einzufügen.

Google selbst empfiehlt bis zu 20 Keywords pro Anzeigengruppe, wir empfehlen aber stark den Adwords Account granuliert aufzubauen, um die maximale Kontrolle über Keywords und einzelne Anzeigen zu haben. Konkret heißt das: 1 Keyword pro Anzeigengruppe.

Wenn du fertig bist gelangst du mit einem Klick auf “Weiter zu den Anzeigen” zu deiner konkreten Anzeige.

  1. Oben hast du eine Zusammenfassung deiner Keywords und deiner Anzeigengruppen.
  2. Auf der linken Seite kannst du den Text formulieren. Wichtig ist bei “Anzeigentitel 1” das genaue Keyword anzugeben – denn das beeinflusst die Click-through-Rate positiv. In unserem Beispiel wäre es also besser, “Luxus Zahnbürste kaufen” statt “Ihre Luxus Zahnbürste” zu schreiben.
  3. Rechts kannst du zeitgleich in der Vorschau testen, wie deine Anzeige wirkt. Wenn du dir unsicher bist, wie du deinen Text am besten formulierst, hat AdWords Tipps parat. Generell findest du bei Unklarheiten schnell Antworten, wenn du über die Fragezeichen fährst.
  4. Du kannst jetzt entweder direkt die Anzeige erstellen oder
  5. vorher nochmal deine Angaben überprüfen.

 

Wir empfehlen dir, im letzten Schritt deine Angaben zu prüfen – better safe than sorry!

Wenn alles stimmt, kannst du deine Anzeige(n) speichern und fertigstellen. Alternativ kannst du sie auch fertigstellen und direkt pausieren. Wir haben uns für letzteres entschieden, vor allem da wir keine echte Kampagne gestartet haben und in nächster Zeit nicht vorhaben, Luxus-Zahnbürsten zu verkaufen.

Dein Interface sieht jetzt ungefähr so – außer dass der Status deiner Kampagne “aktiv” und nicht “pausiert” sein sollte (1).

Bei aktiven Kampagnen dauert es kurz, bis Google die Anzeigen freigeschaltet hat. Im Normalfall dauert das aber nur ein paar Minuten. Im Beispiel haben wir nur eine Anzeigengruppe erstellt, du kannst aber natürlich noch weitere hinzufügen (2).

Deine Statistik ist noch wenig aussagekräftig, wird sich im Laufe der Zeit aber immer weiter mit Daten füllen und dir bald Hinweise darauf liefern, welche Anzeigen funktionieren und welche nicht. Bei mehreren Anzeigengruppen kannst du schnell unkompliziert Änderungen vornehmen oder Kampagnen pausieren.

Feile an deiner SEA-Strategie

Nachdem wir einen ersten Streifzug durch AdWords erfolgreich absolviert haben, widmen wir uns nächste Woche unserem vierten und letzten Teil der Google AdWords Serie. Dort wird alles, was wir bisher besprochen haben, in eine übergeordnete Strategie integriert. Freue dich als Sahnehäubchen auf Tipps und Tricks von uns, die dir helfen können, deinen Umgang mit AdWords zu perfektionieren.

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